Mehr als Mode
Wie kann man Hipster definieren? Der Begriff ist angelehnt an die Beatniks der 1930iger Jahre. Das englische Wort “hip” (zu deutsch etwa “in”) steckt darin. Wie Beatnik früher, ist Hipster nicht nur eine Modeerscheinung, sondern eine Einstellung. Hipster sind unangepasst und unabhängig, gleichzeitig hochkreativ, geistreich und intelligent. Sie wollen sich von der breiten Masse abheben, sei es nun durch ihre bevorzugte Kaffeesorte, ihre Musik oder ihre Mode.
Hipster Style ist Mode im Retro-Look, und kann vom Flohmarkt, aus dem Vintage-Laden oder aber selbst genäht sein. Der Style polarisiert, wie alle extremen Modetrends und wird sowohl von Männern als auch von Frauen getragen. Der “Durchschnitts-Hipster” ist zwischen 20 und 30 Jahre alt, meistens sehr schlank und will mit seinem Look modische Akzente setzen. Dabei helfen trendy Lederarmbänder, lässig ums Handgelenk geschlungen, und Clarks Schuhe.
Der modebewusste männliche Hipster von heute trägt extrem enge Hosen, oftmals Jeans und kombiniert sie mit Karohemden, Strickjacken oder Pullis. Dazu passen spitz zulaufende Schuhe oder Sneaker im Retro-Look. Brillenträger können dazu ein Modell im angesagten “Nerd-Look” wählen. Mittlerweile ist die Brille jedoch ein modisches Accessoires und auch Fashion-Victims, die den “vollen Durchblick” haben, setzen sie sich gern auf die Nase. Alle Dinge des täglichen Lebens, die unbedingt mitgeführt werden müssen, finden in Lederaktentaschen oder aber auch Jutebeuteln ihren Platz.
Man darf sich zu Recht fragen, ob Hipster heutzutage Geisteshaltung und Modetrend gleichermaßen ist oder ob man allein durch die Mode seine Individualität unterstreichen möchte. Aber egal, was letztlich dahintersteckt, es ist erfrischend, zu sehen, dass Männer sich zu einem Stil bekennen und ihn pflegen.